Freitag, 6. August 2010

Besuch bei den Sami

Heute sollte nun der Tag sein, an dem wir die Sami am Fusse des Flatreuet besuchen wollten. Der angekündigte Tagesausflug weiter nordwärts Richtung Lapland. Die ersten Kilometer der Strecke waren ja nun schon bekannt, doch hinter Foskros fing dann für 50% unserer Reisegruppe Neuland an. Noch vor der Mittagspause konnten wir 2 Karniche beobachten, wie sie in seichter Tundra auf Nahrungsuchung waren.


Weiter gings über Tannäs und Funäsdalen direkt zum Flatruet. Das Flatruet, als Hochplateau ist es mit 975 MüM die höchste Strasse Schwedens.

Entlang der Anfahrtsstrecke ist immer etwas Spezielles zu entdecken. Vati war über die grösse der Ameisenhaufen höchst beeindruckt und bat mich extra um dieses schöne Foto. Bei 1,75 m Körpergrösse hat doch dieser Ameisenhaufen eine stattliche Höhe von mehr als 1 Meter. Vielleicht handelt es bei diesem Bau um einen nach Lapplandart, die sind ja bekanntlich soooooo gross.

Höchst überrascht waren wir dann schon auf diese Art von Rind. Doch bekanntlich ist ja deren Verbreitung weit über die Highlands fortgeschritten. Auch im Saas soll es ja ein paar ganz schöne Exemplare geben.


Das Flatruet ist einer der Orte, wo man dem Himmel näher ist, als sonst irgendwo. Rund um uns ist nur Himmel und das auf 360°. Kein Baum, kein Haus nichts, aber auch gar nichts stört den Blick in die Weite Skandinaviens bis hinüber nach Norwegen und zurück.


Jeder von uns versuchte sich in der fotogarfischen Festhaltung dieser Weite, was in Anbetracht des inexistenten Vordergrund nicht ganz so einfach ist.





Auf dem Rückweg machten wir Einkehr bei den Sami. Zum Mittagessen genossen wir eine einheimisch Spezialität. Eine Art Omlette gefüllt mit Rentierfleisch.


Vor Ort bekamen wir Einblick in die Lebensart der einheimischen Rentierhalter. Noch heute wird zum Teil in solchen Tipiähnlichen Häusern aus Birkenholz- und zweigen gehaust.


Dann machten wir noch gezielte Wirtschaftsförderung und kauften kräftig Souvenirs ein.



Auch nebst Mittagessen und Shopping bleibt immer noch genügend Zeit, die kleine Details von Schweden zu entdecken. Man muss nur stets mit einem offenen Auge unterwegs sein.




Ein kurzer Stopp für Vati und Peter machten wir bei einem 2000 Jahre alten Meteoritenkarter südlich von Tannäs. Wir meinten es schmecke noch etwas nach Schwefel hier.

Auf der Schlussetappe von Sörvattnet bis Foskros profitierten wir dann wiedmal von der 100% Ren(dite). Ob chillend am Strassenrand oder...


...entlang auf dem "Trottoir"




trafen wir auf einige schöne Exeplare unsere Lieblinge.


Vom letzten Tier Abschied genommen, welches war jetzt das Letzte?, ging's Schnurgerade heimwärts.
Gerade rechtzeitig zum angekündigte BBQ trafen wir um 18.30 auf dem Söralven Camping ein. Ein Capitainsdinner hier ist viel einfacher als auf der Wasa. Hier macht man auch im Faserpelz einen guten Eindruck. Ich glaube fast Tamara und Silvia, die Chefin von hier, machten schon den nächsten Termin für unseren Aufenthalt aus.

Vati und Mueti stiessen auf diesen langen Tag an und konnten die Elchburger, Fischsteaks und Rentierkotelettes kaum erwarten. Das Buffet ist eröffnet.


Zum Kaffee liessen wir uns mit anderen Schweizern auf der Couch nieder und fachsimpelten über Schwedenreisen und ihre Schönheiten.


Mit Bildern im Kopf von farbige Pilzen, urwüchsige Flechten, unzählige Weideröschen (mit Hummel) und unendlichen Weiten, legten wir uns zur wohlverdienten Bettruhe.




Für den, der in solchen schmucken Häuschen mit solch fantastischen Bilder im Kopf nicht süsse Träumchen träumt; Fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker...


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